Informationen und Anmerkungen


Zukunftsträchtige Erziehungsmassnahme

Nach Angaben des SPIEGEL hat der Hamburger CDU-Politiker Robert Heinemann - immerhin der Fachsprecher für Schule seiner Fraktion - angeregt, dass Schüler, die sich weigern, auf dem Schulhof Deutsch zu sprechen, dazu verdonnert werden, den Schulhof zu fegen. Sollte der gute Mann dabei von der Erwägung getrieben worden sein, dass jemandem, der kein Deutsch spricht, ohnehin nur der Berufsweg ins Reinigungsgewerbe offen steht? Dann wäre die Erziehungsmassnahme ja praktisch schon der Berufsschulunterricht - und der Staat könnte sich der lästigen Pflicht entledigen, Bildungsabbrecher noch für ein Jahr durch das Berufsvorbereitungsjahr zu schleusen, um der Berufsschulpflicht formal Genüge zu tun.

Habe ich jetzt wieder die Ironie-Tags vergessen, oder war das schon zynisch?

Nachtrag 2.2.06: In der Tat hatte Robert Heinemann diese Möglichkeit der Sanktion von Verstössen nur angeregt. Wenn die Zeitung mit den vier grossen Buchstaben (ich glaube es waren B, D, L und Ö) daraus eine Forderung machen will, dann geht das aber sicher zu weit. Vor allem, weil offenbar einige türkische Zeitung diese angebliche Forderung zum Anlass genommen haben, gegen die Sprachregelungen mobil zu machen.


Dieser Eintrag wurde am Donnerstag, den 26. Januar 2006 um 20:30 Uhr erstellt und ist in der Kategorie Bildungsrecht zu finden. Sie koennen die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie koennen einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


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