Informationen und Anmerkungen


Deutsch auf dem Schulhof

In der heutigen Ausgabe der Stuttgarter Zeitung findet sich ein interessanter Bericht über die Realschule im westfälischen Spenge, in der Schulleiter Uwe Gintz bereits seit 1999 entschieden hatte, dass auf dem Schulhof nur noch Deutsch gesprochen werden soll. Das hat damals schon für heftige Aufregung gesorgt - wird heute aber nicht mehr in Frage gestellt.

Die Vorgeschichte der Entscheidung zeigt, dass eine solche Anordnung durchaus sinnvoll sein kann. Zwar weisen die Kollegen vom JurBlog zu Recht darauf hin, dass die Kenntnis der Muttersprache essentielle Voraussetzung für die Beherrschung von Fremdsprachen ist, so dass es gute Gründe dafür gibt, Schülern aus Migrantenfamilien an den Schulen ein Angebot für muttersprachlichen Unterricht zu machen - wie das sinnvoll möglich ist, zeigt das Beispiel Schwedens, und zwar nicht erst seitdem der aramäisch-stämmige Ibrahim Baylan Schulminister des Landes geworden ist. Die Schulen haben aber dennoch in erster Linie die Aufgabe, allen Schülern hinreichende Deutsch-Kenntnisse zu vermitteln und sie sollen einen Beitrag zur Integration leisten - dazu ist es aber sinnvoll, dass man eine gemeinsame Basis findet.

Wie gesagt: Ob man eine “Deutsch-Pflicht” durchsetzen kann, ist fraglich. Dennoch erscheint es sinnvoll, wenn die Schulen darauf hinwirken, dass die Schüler ausserhalb des muttersprachlichen Unterrichts deutsch sprechen.


Dieser Eintrag wurde am Freitag, den 27. Januar 2006 um 9:43 Uhr erstellt und ist in der Kategorie Allgemein zu finden. Sie koennen die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie koennen einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


29 Kommentare zu “Deutsch auf dem Schulhof”

  1. Ekrem Senol

    Trackback: http://www.jurblog.de/jurblog/index.php?op=ViewArticle&articleId=91&blogId=1

    Zu Recht weist Dr. Johannes Rux in seinem Blog, im Zusammenhang mit der „Deutschpflicht auf Schulhöfen“ und Bezug nehmend auf den Artikel im JurBlog, darauf hin, dass Integration nur möglich ist, wenn man eine gemeinsame Basis findet. Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Die gemeinsame Basis könnte …

  2. Andreas Skowronek

    Gerade weil einige Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker vom Staatsrecht nur wenig Ahnung zu haben scheinen, ein dringend gebotener Hinweis auf die durch Art. 2 Absatz 1 Grundgesetz garantierte Handlungsfreiheit. Dieses Grundrecht umfasst auch die freie Entscheidung eines Schülers darüber, welche Sprache er ausserhalb des Unterrichts zu sprechen bevorzugt.
    Es wird also interessant, wenn die ersten Verwaltungsgerichte mit dem Thema “Deutsch als Pflichtsprache ausserhalb des Unterrichts” befasst werden. Vielleicht geht es noch per Grundrechtsverzicht, wie in Berlin, wo Eltern und Schulleitung eine Vereinbarung getroffen haben sollen …
    Was das Beispiel des Schulleiters Gintz betrifft: Wie gross wird seine Enttäuschung sein, wenn er erfährt, dass die “Lehre vom Besonderen Gewaltverhältnis” obsolet ist?

  3. jorux

    @Andreas Skowronek
    Ganz so einfach ist es nicht. Das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit wird unter anderem auch durch den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen beschränkt. Dieser Auftrag wirkt aber nicht nur im Unterricht, sondern auch in den Pausen. Selbst wenn man daher davon ausgeht, dass tatsächlich unabhängig von der Durchsetzbarkeit ein verbindliches “Sprachgebot” erlassen wird, muss dieses nicht an Art. 2 Abs. 1 GG scheitern. Vielmehr stellt sich die Frage, ob ein solches Gebot eine hinreichende Grundlage im Gesetz hat. In Bezug auf die Entscheidung für Deutsch als Sprache des Unterrichts reicht hier wohl die Schulpflicht und die Festschreibung des Bildungsauftrages in den Schulgesetzen aus. Bei Regelungen über das Verhalten ausserhalb des Unterrichts stellt sich die Lage allerdings anders dar - allerdings könnte man hier auf die Ermächtigung zum Erlass einer Schul- oder Hausordnung abstellen. Diese bedarf in der Regel der Zustimmung durch die Schulkonferenz, so dass einigermassen sicher gestellt ist, dass die Regeln auch von den Schülern und ihren Eltern akzeptiert werden.

    Kurzum: Auch nach dem Ende des Besonderen Gewaltverhältnisses sind die Grundrechte im Schulverhältnis beschränkt. Es kommt daher zum einen auf das rechte Mass und zum anderen auf die Einbindung aller Beteiligten an. Dann, und nur dann, kann man zu sinnvollen Regelungen kommen.

  4. Robert Nober

    Hallo!
    Anfangs hab ich die Idee ja schon für Unsinn gehalten, Schüler dazu zu zwingen, in den Pausen deutsch zu sprechen. Aber wenn man auf der einen Seite immer (zu Recht) betont, wie wichtig es ist, in Deutschland deutsch sprechen zu können (vor allem im Hinblick auf die berufliche Zukunft), muss man sich auch überlegen, wie man die Nicht-Muttersprachler genau dazu bringt.
    Schliesslich werden Schüler auch dazu gezwungen, Hausaufgaben zu bearbeiten - oder ist das nicht vergleichbar?
    Jedenfalls: Cooler Fall für das Examinatorium, auch wenn er mich zugegebenermassen auf dem falschen Fuss erwischt hat. ;-)
    Viele Grüsse!

    PS: Apropos Grundrechtsverzicht. Kann ein (wie auch immer demokratisch legitimiertes) Gremium für seine Vertretenen auf Grundrechte verzichten, doch wohl kaum!?

  5. Johannes Rux

    War doch ok im Examinatorium… Grundrechtsverzicht geht sowieso nicht ohne Weiteres und Verträge zu Lasten Dritter sind auch im Öffentlichen Recht unzulässig. Durch die Einbindung der Betroffenen wird dennoch die Legitmationsbasis vergrössert: Haben die Vertreter von Eltern und Schülern einer Sprachregelung einhellig zugestimmt, so wird es schwer, den Nachweis dafür zu erbringen, dass diese Regelung die Rechte der Schüler übermässig beeinträchtigt. Dafür müsste man schon belegen, dass die Vertreter hier nicht im Interesse der Basis entschieden haben.

    Genau das könnte man wiederum dann unterstellen, wenn in den zuständigen Gremien nur Schüler und Eltern mit deutscher Muttersprache sitzen, die einer Minderheit die Pflicht aufdrücken, auch ausserhalb des Unterrichts nur noch Deutsch zu sprechen. In den Schulen, in denen ernsthaft über solche Massnahmen diskutiert wird, ist der Anteil von Kindern aus Migrantenfamilien aber so hoch, dass man fast davon ausgehen kann, dass diese bzw. ihre Eltern auch angemessen in den Gremien repräsentiert sind.

  6. hanz

    Sevus @ All

    Ich sitz grad am PC im Unterricht und sollen über dieses Thema eine Diskussion führen.
    Und uns vorher im Internet informieren. Hier haben meine Vorgänger sehr gute Argumente gebracht. Ich bin der Meinung das man sich vllt. dem Land anpassen sollte wo man lebt!
    Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit!

  7. dödel

    der hanz ist ein kluger kopf , ich stimme ihm vollkommen zu!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  8. aldi

    egentlihc ist es dhoc eagl wie wir rden es knan mihc dhc eh jder vrstehfen wdsnn ihsnnr vejsrstehnr was ich meisdasdne jefer jkann diedsen texct lesfen obfwohl nru rehtcscreibfehlar drn sinf

  9. aldi

    also ichbin dafür das wir alle türkisch lernen dann können wir auf öffentlichen schulen dönerbuden aufmachen und keiner wird sich mehr aufregen. Ein Döner für Deutschland ist meine Motto

    DÖner AN DIE MACHT’

    AUCH DU KANNST ES

  10. hanz

    Du bist Döner

  11. Johannes Rux

    @hanz,dödel,aldi
    Nachdem Sie offenbar ein und dieselbe Person sind, sollten Sie sich vielleicht eine andere Spielwiese suchen….

  12. dödel

    wir sind drei verschieden Personen lol

  13. Johannes Rux

    Na denn: an einem Rechner sitzen Sie trotzdem alle… Sie können den Quatsch also lassen.

  14. Jessica

    also ich finde jeder sollte reden wie er sich wohlt fühlt,ich finde es nicht in ordnung das die Türkischen Menschen auf dem Schulhof Türkisch reden weil wir deutsche nichts verstehen und es vll als beleidigungen aufnehmen oder sonstiges es wäre nich falsch aba auch nich richtig wenn Menschen gezwungen werden Deutsch zu sprechen!Auf der anderen Seite muss man auch sehen das es auch andere Menschen gibt die hier in Deutschland leben aba kein Wort Deutsch sprechen können,d.h. wenn wir versuchen mit ihnen zu kommunizieren denken sie vll auch das wir sie beleidigen ich finde es einfach nur schade wenn Menschen die nich hier in Deutschland geboren wurden sagen,,Ich hasse Deutschland Deutschland is Asozial” Dann finde ich sollen sie nich den Grössten spielen und sich mal Gedanken machen und sich fragen wieso sie hier in Deutschland sind….

  15. anonym

    hallo!
    ich persönlich finde die deutschpflicht auf dem schulhof sinnvoll,weil sich dadurch manch anders sprachige nicht mehr ausgegernzt fühlen oder denken das über sie gelästert wird.
    da wir in deutschland sind,glaube ich nicht das sich jemand über die deutschpflicht beschweren sollte…
    auch wenn andere anderer meinung sind…

  16. Rabiye

    Hallo!
    Ich bin eine türkische Schülerin des Gymnasiums Köln Nippes. Wir sitzen grade mit der Klasse im Informatikraum und müssen uns über dieses Thema informieren. So bin ich auch auf diese Seite gelandet. Ich wollte einfach mal auch meine Meinung dazu schreiben. Meiner Meinung nach ist es schwachsinnig solch eine Verordung einzuführen, denn es wäre zum Ersten soweiso nicht zu kontrollieren und zum Zweiten würde es nicht dazu führen, dass sich deutsche Schüler nicht mehr ausgeschlossen fühlen. Natürlich ist es wichtig, dass alle Schüler kommunizieren können, aber die Pflichtsprache würde nicht helfen. Ausserdem ist es falsch zu denken, Schüler sind schlecht in der Schule, weil ausländer sind. Es gibt genauso schlechte deutschsprachige Schüler. Viele beschweren sich, dass Schüler mit Migrationshintergründen immer Gruppen bilden würden, aber vielleicht liegt es garnicht daran, dass sie die Deutschen ausschliessen. Vielleicht werden sie selber ausgeschlossen? Natürlich gibt es sehr viele ausländische Schüler, die nur mit ihren eigenen Natonalitäten kontakt haben aber wer stellt sich denn schonmal die Frage warum das so ist? Deutsche Schüler meinen, sie werden ausgeschlossen und es wird über sie gelästert. Für mich sind das Leute, die kein Selbstbewusstsein haben. Auch wenn jeder auf dem Schulhof deutsch sprechen müsste, lästern können trotzdem weiter, ob deutsch, türkisch, italienisch etc. Der einzige Unterschied wäre, dass sie nicht auf ihrer eigenen Sprache lästern, sondern flüstern oder weg gehen. Naja ich könnte jetzt eigentlich noch viel viel mehr schreiben, aber ich möchte ja niemanden langweilen. Schönen Tag noch an alle…

  17. Gamze

    hallo, ich persönlich sehe keinen Sinn in dieser Verordnung. Jeder Schüler sollte selber entscheiden welche Sprache er sprichen will. Man sollte seine Muttersprache nicht verdrängen indem man nur deutsch spricht, denn es ist immer besser mehrere Sprachen zu beherrschen. Ich finde es auf gar keinen Fall falsch wenn Schüler ausländischer Herkunft ihre Muttersprache sprechen, es ist sogar gut. Ich z.B. kann meine Muttersprache nicht so gut wie deutsch, deswegen würde ich lieber meine Muttersprache besser lernen wollen. Wenn solch eine Verordnung in unserer Schule eingeführt werden sollte würde ich mich dieser weigern, ich würde mich kontrolliert und eingeengt fühlen. Meiner Meinung nach ist so eine Verordnung nicht hilfreich, sie würde keine Missverständnisse wie z.B. das Lästern beseitigen. Man kann auch auf einer Anderen Art und Weise Lästern, dafür benötigt man keine andere Sprache, ich finde es unfair das die Sprache als Grund für das Lästern gesehen wird. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass ich bis jetzt noch nicht so ein Problem erlebt habe: Mit meinen türkischen Freunden spreche ich türkisch und wenn ein deutscher mitreden möchte, sprechen wir selbstverständlich auf deutsch weiter. Ausserdem gibt es weit aus grössere und wichtigere Probleme. Eine Deutschverordnung wäre nur eine Hilfe beim Erlernen der deutschen Sprache, aber ich denke das kaum jemand sich an die Verordnung halten würden (auch zu Recht), denn wie schon gesagt jeder sollte selbst entscheiden welche Sprache er sprechen will…

  18. Johannes Rux

    @rabiye: Natürlich kann man eine “Deutschpflicht” nicht wirklich durchsetzen. Auch geht es keineswegs nur darum, eine Ausgrenzung deutscher Schüler und Lehrer zu verhindern - denn in der Tat kommt es häufiger vor, dass Ausländer benachteiligt werden. Dennoch deutet einiges darauf hin, dass es zu ganz erheblichen Konflikten kommen kann, wenn sich Schülergruppen sprachlich abschotten.

    Letzten Endes geht es bei der ganzen Diskussion darum, eine Basis für die Kommunikation innerhalb der Schule zu finden. Schon die Diskussion über die Einführung einer entsprechenden Schulordnung führt dazu, dass versteckte Konflikte zu Tage treten und dass sich alle Beteiligten über die Probleme klar werden. Und das ist schon einmal ein grosser Fortschritt…

  19. Johannes Rux

    @gamze: Das sind einfach zwei Paar Stiefel. Natürlich ist es gut mehrere Sprachen zu sprechen. Daher sollte man endlich dafür sorgen, dass es in Deutschland einen vernünfigten muttersprachlichen Unterricht für Kinder aus Migrantenfamilien gibt (Schweden hat da gute Vorarbeit geleistet). Umgekehrt müssten deutsche Lehrer darin geschult werden, Deutsch als Zweitsprache zu unterrichten. Die Frage, ob Deutsch auf dem Schulhof gesprochen werden soll, hat damit aber rein gar nichts zu tun. Denn dabei geht es nicht um den Spracherwerb, sondern um den respektvollen Umgang miteinander.

  20. Gamze

    an anonym: NATÜRLICH sind viele gegen diese Verordnung,denn in deutschland leben sehr viele ausländer (komisch dass du dies nich nicht bemerkt hast). ich denke du wolltest einfach nur unterschwellig darauf hinweisen dass die Ausländer sich “anpassen” sollen da wir ja in DEUTSCHLAND leben, aber wir sind nicht aus dem himmel gefallen!UNSERE Grossväter haben die Witschaft in deutschland aufgebaut und nicht hitler,deswegen rate ich dir etwas verständnisvoller, respektvoller und tolleranter gegenüber deinen Ausländischen Mitbürgern zu sein. Was ich auch nicht verstehe ist folgendes, wenn jemand in der Klasse Französisch oder Spanisch sprechen würde, würde niemand etwas sagen… ich denke auch dass es etwas mit Rassismus gegen islamische Menschen zu tun hat. naja das war mein kommtar zu diesem thema….

  21. Gamze

    Ich fände es auch ganz gut wenn ein muttersprachlicher Unterricht eingeführt werden würde, somit würde es nicht dazu kommen dass man weder deutsch noch seine Muttersprache verlernt. ich habe auch bemerkt, dass viele ausländische Schüler sehr schlecht deutsch sprechen,aber ich muss sagen dass sie ihre Muttersprache dann auch nicht viel besser können. Dies zeigt einfach nur, dass diese Schüler keine richtige Denksprache haben. es liegt glaube ich mehr am Charakter, dass Schüler eine Sprache nicht richtig können. Ich bin der Meinung, dass Schüler die eine Sprache lernen wollen, es auch schaffen ohne eine verordnung, dass ist allein willenssache:)

  22. Jack Kinston

    Meine name ist jack kinston. Ich preche english, spanish und french.
    also das ist freut schriben sir für haben kontakt on linei mit Leute aus deutschland. das kommentar ist fur leute wollen schriben mir in deutsch.

  23. Serc

    Also ich finde das so lächerlich . Dann kan man doch gar nicht mehr hinter jemanden lästern

  24. Yelena

    Am Anfang habe ich die Idee an sich fürs Gut gehalten. Heute denke ich allerdings anders. Es war mir peinlich zuerst russisch zu sprechen. Aber obwohl ich eigentlich ganz wenige sprachlichen Defizite habe, wird man nie wirklich als ein Deutscher anerkannt. Man hört meine Aussprache bestempelt mich mit einem “Klischee” -”Russin”. Integration heißt nicht gleich Assimilation. Ich habe versucht mich so gut wie möglich in Deutschland zu integrieren- dabei spreche ich auch von Stunden, die ich bei der Übungen verbracht habe, um mich in richtigem Deutsch ausdrücken zu können. Dabei habe ich fast meine eigene Identität verloren! Jetzt stehe ich dazu- Deutsch ist meine Zweitsprache, die ich am Anfang wie eine Fremdsprache gelernt habe. Allgemeinbildung und Motivation am Lernen helfen jegliche Sprachen zu erlernen, auch ohne Zwang und Pflicht! Ich finde, dass die Kinder in der Gesellschaft ausgegrenzt sind, auch wenn sie die deutsche Sprache beherrschen, weil man den Akzent immer noch erkennt. Ich würde mir wünschen, dass die “richtigen”Deutsche in ihren Köpfen die Mauer aufbrechen und verstehen- sie sind ja nicht was Besseres, nur weil sie in Deutschland geboren wurden. Mein wunsch halte ich allerdings für utopisch, weil die Menschen in den Bildern denken. Der Fall ist m.E. sehr utopisch! Das ist so vernetzt, dass nicht nur die Menschen aus dem nicht deutschsprachigen Raum, sondern die Deutsche selbst ein Stück aufeinander zugehen. Wenn man kein Deutsch spricht, bedeutet es nicht gleich, dass sein IQ bei “0″ liegt. Übrigens ich komme aus Kasachstan. Ich bin keine “Russin”, weil Russisch meine Muttersprache ist. Ich würde nie auf eine Idee kommen, die Schweizer, Österreicher, Deutsche und Luximbürger mit einem Oberbegriff “Deutsche” verallgemeinern!

  25. Yelena

    Am Anfang habe ich die Idee an sich fürs Gut gehalten. Heute denke ich allerdings anders. Es war mir peinlich zuerst russisch zu sprechen. Aber obwohl ich eigentlich ganz wenige sprachlichen Defizite habe, wird man nie wirklich als ein Deutscher anerkannt. Man hört meine Aussprache, bestempelt mich mit einem “Klischee” -”Russin”. Integration heißt nicht gleich Assimilation. Ich habe versucht mich so gut wie möglich in Deutschland zu integrieren- dabei spreche ich auch von Stunden, die ich bei der Übungen verbracht habe, um mich in richtigem Deutsch ausdrücken zu können. Dabei habe ich fast meine eigene Identität verloren! Jetzt stehe ich dazu- Deutsch ist meine Zweitsprache, die ich am Anfang wie eine Fremdsprache gelernt habe. Allgemeinbildung und Motivation am Lernen helfen jegliche Sprachen zu erlernen, auch ohne Zwang und Pflicht! Ich finde, dass die Kinder in der Gesellschaft ausgegrenzt sind, auch wenn sie die deutsche Sprache beherrschen, weil man den Akzent immer noch erkennt. Ich würde mir wünschen, dass die “richtigen”Deutsche in ihren Köpfen die Mauer aufbrechen und verstehen- sie sind ja nicht was Besseres, nur weil sie in Deutschland geboren wurden. Mein wunsch halte ich allerdings für utopisch, weil die Menschen in den Bildern denken. Der Fall ist m.E. sehr utopisch! Das ist so vernetzt, dass nicht nur die Menschen aus dem nicht deutschsprachigen Raum, sondern die Deutsche selbst ein Stück aufeinander zugehen müssen. Wenn man kein Deutsch spricht, bedeutet es nicht gleich, dass sein IQ bei “0″ liegt. Übrigens ich komme aus Kasachstan. Ich bin keine “Russin”, weil Russisch meine Muttersprache ist. Ich würde nie auf eine Idee kommen, die Schweizer, Österreicher, Deutsche und Luximbürger mit einem Oberbegriff “Deutsche” verallgemeinern!

  26. JurBlog.de » Deutschpflicht auf dem Schulhof und die Suggestionen

    […] Recht weist Dr. Johannes Rux in seinem Blog, im Zusammenhang mit der „Deutschpflicht auf Schulhöfen“ und Bezug nehmend auf den Artikel […]

  27. Maxi

    Hallo alle zusammen,
    meiner Meinung nach sollte jeder auf dem Schulhof seine Muttersprache sprechen dürfen. Denn für Ausländer werden die Unterhaltungen sonst sehr uninteressant und ärmlich ausfallen, weil bei ihnen meistens noch die nötigen deutschen Sprachmittel fehlen. Es mag sein, dass manche Ausländer in ihrer Muttersprache über Deutsche lästern, aber ich finde man sollte sich nicht dafür interessieren was vielleicht Leute die man nicht mag über jemanden sagen, sondern für das was Freunde von ihm halten. So bin ich der Meinung, dass die ausländischen Gespräche für einen Deutschen gar keine Rolle spielen sollten. Man sollte von sich selbst überzeugt sein, und sich nicht von negativer Kritik beeinflussen lassen. Wie in dem Artikel “Nur Deutsch auf dem Schulhof - Mehrsprachigkeit ist ein kostbares Gut” von der Universität Dortmund beschrieben wird, ist die Mehrsprachigkeit an Schulen meiner Meinung auch sehr kostbar.

  28. Yelena

    Es ist schon komisch, dass gerade Pädagogen, die als Erste in der Erziehungswissenschaft lernen, dass die Schule nur einen geringen Beitrag zum Lernen verschaft, verpflichten die Schüler Deutsch zu sprechen! Was lernt man in der Pädagogik- mal ironisch gefragt?
    Wird die deutsche Sprache nicht dadurch leiden? Ja, man steckt die Sprache in die gleiche Schublade mit dem Rauchverbot!!!
    Was ist mit den be-linquialen Studien???? haben diejenige was davon gehört??? Es ist doch klar, dass die Kinder besser und leichter ihre Zielsprache erlernen, wenn sie ihre Muttersprache (als Schriftsprache) gut können! So ein Quatsch!!! Da kommt mir ja alles hoch!!!
    Paar Fragen dazu:
    1.Werden die Familien, die als Arbeiter etc. nach Deutschland gekommen sind, unterstützt?
    2.Besser schlechtes Deutsch? als gute Muttersprache?
    3.Man braucht kein gutes Deutsch, um ein sehr guter deutscher Musiker zu sein- Musiksprache ist international! Dazu braucht man eher Italienisch!
    Man braucht ein gutes Englisch, um ein guter deutscher Ingenieur zu sein!
    Es gibt viele Berufe, die man danach nachgeht. Es werden Putzfrauen, Kauffrauen (auch-männer) gebraucht.
    VLG

  29. Rosie

    Ich wollte mich mal an dieser Stelle bedanken für die vielen wertvollen Tipps die ich hier gelesen habe. Ich bin immer wieder von neuen erstaunt, was es doch so alles gibt.

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