Informationen und Anmerkungen


Gemeinschaftsschule und Chancengleichheit im Bildungswesen

Über Schulleitung.de bin ich auf dieses Arbeitspapier des ifo-Institutes gestossen, dass den theoretischen Unterbau für die Forderungen des Institutschefs nach einer Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem bietet. Die Zusammenfassung lautet:

Mikroökonometrische Schätzungen anhand internationaler Schülerleistungstests zeigen, dass das Ausmass, in dem Schülerleistungen mit dem familiären Hintergrund variieren, international sehr unterschiedlich ist. So weisen etwa Frankreich und Kanada wesentlich ausgeglichenere Bildungschancen für Kinder unterschiedlicher familiärer Herkunft auf als Deutschland und Grossbritannien. Verschiedene empirische Identifikationsstrategien belegen, dass Schulsysteme mit späterer Mehrgliedrigkeit und einem umfassenderen Vorschulsystem systematisch ausgeglichenere Bildungschancen bieten. Dagegen findet sich kein systematischer Zusammenhang der Chancengleichheit mit Ganztagsschulsystemen, dem Ausgabenniveau oder der Durchschnittsleistung.

Leider ist zu befürchten, dass die deutsche Bildungspolitik diese Argumente schlicht nicht wahrnimmt, weil man ein Wiederaufflammen der ideologiebefrachteten Gesamtschuldebatte fürchtet, wie der Teufel das Weihwasser.


Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, den 22. März 2006 um 17:55 Uhr erstellt und ist in der Kategorie Bildungsrecht zu finden. Sie koennen die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie koennen einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


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