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War da nicht was mit dem Kopftuch?

In diesem Blog war ja immer wieder von Kopftüchern die Rede. Nachdem die neue schwarzgelbe Landesregeirung von NRW vor Kurzem bei den Baden-Württembergern abgeschrieben hatte, hat das Original heute einen heftigen Dämpfer abbekommen: Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat der Klage einer muslimischen Lehrerin stattgegeben, der die Schulverwaltung das Tragen eines Kopftuches verboten hatte, obwohl sie es zuvor über mehr als 10 Jahre im Unterricht getragen hatte, ohne dass es zu Konflikten gekommen wäre.

Wenig überraschend ist die Begründung des Gerichtes, das nach den ersten Meldungen vor allem auf den Gleichbehandlungsgrundsatz und darauf abgestellt hatte, dass es zumindest eine öffentliche Schule in Baden-Württemberg gibt, an der katholische Ordensfrauen in vollem Habit unterrichten. In der Tat ist die Regelung des § 38 BW-SchG schon von daher ein untauglicher Versuch.

Bemerkenswert ist aber, dass das Gericht es nicht einmal für nötig befunden hat, die Berufung zuzulassen. Da kann man auf die Urteilsgründe wirklich gespannt sein…


Dieser Eintrag wurde am Freitag, den 7. Juli 2006 um 21:39 Uhr erstellt und ist in der Kategorie Arbeitsrecht, Bildungsrecht, Staatsrecht zu finden. Sie koennen die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie koennen einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


7 Kommentare zu “War da nicht was mit dem Kopftuch?”

  1. Matthias Seifert

    Ausdruck von Beratungsresistenz!

    ms

  2. zaara

    erst mal alle zusammen das kopftuch ist im islam pflicht zu tragen.
    wenn mann kopftuch trägt sollte mann nicht einfach so tragen mann muss wissen warum trage ich es … ich komme aus pakistan da die luete etwas anders kopftuch tragen. im islam ist kein zwang und wie manche leute sagen chisten oder so sollte mann nicht sich befeunden weil sie nicht an islam glauben stimmt überhuapt nicht die sagen das nur so das sind ihre reden.
    egal ob deutsche fransossen oder itlainer muss mann respektieren nicht verapschen. hab frieden in eurem herzen on pache:)))

  3. ZÜBÜ$

    Ich bin selber eine kopftuchrägerin mich juckt das ganze uberhaupt nicht denn das tragen von tuchern ist pflicht und steht im koran.jeder muslime muss selber die entscheidung treffen ob sie es tragen wollen oder nicht!!!!!!!im koran stehen wesentlich viele dinge man sollte sich erstmal vernunftig erkundigen und dann seine eigene meinung vertreten.und man solllte nie vergessen das wir menschen sind und welche regeln wir im koran einhalten und welche nicht ist jedem schliesslich selbst uberlassen…DANKE FÜRS LESEN..

  4. eri

    Es ist aber sehr schade wenn du duch nicht so genau auskennst. Im Koran ist überhaupt keine Rede von der Kopftuchpflicht. Es steht nur, dass eine Frau ihren Oberkörper vehüllen soll und weiter nichts,geschweige denn von einem Kopftuch. Das mit Kopftuch ist reine Auslegungssache.Und für mich nur eine Spekulation.

  5. Johannes Rux

    @eri: Es ist immer schön, anderen ihre religiösen Überzeugungen erklären zu können. Nicht umsonst kommt es für die Auslegung der Bestimmungen über die Religionsfreiheit des Grundgesetzes nach der Rechtsprechung des BVerfG auf das Selbstverständnis der Grundrechtsträger an. Jeder entscheidet also selbst darüber, wozu er sich verpflichtet fühlt. Er muss nur den Nachweise dafür erbringen, dass es sich um ein zwingendes Gebot handelt. Und das ist bei der Kopftuchpflicht möglich.

  6. Sahira

    Hey bin grad auf diese webseite gekommen und habe mir die Beiträge durchgelesen.Es ist wirklich so man soll einfach jeden machen lassen was er will…wenn jmd kopftuch tragen will dann soll man diesen menschen doch lassen..jeder sollte versuchen andere zu akzeptieren wie er ist… ich sage dazu mal ein bsp…wenn eine Person einen Hut trägt oder irgendeine andere art von kopfbedeckung dann sagt keiner was sobald die kopfbedeckung aber einen religiösen hintergrund hat dann wird gleich so ein aufstand gemacht… und ausserdem wird es kopftuchtragenden frauen immer so schwer gemacht sich zu integrieren,,,sie bekommen keine arbeitsplätze aber wiesooo´?????????? es zählt doch was im kopf ist und das was im kopf ist das verschwindet doch nicht nur wenn man was auf dem kopf trägt naja,,,,,,, ich hoffe ein paar haben ihre einstellung nach dem lesen meines beitrages geändert ….danke und passt auf euch aufff

  7. eri

    @Johannes Rux: Im Rechtsvarständnis der Bu. Rep.Deutschland stellt die Glaubensfreiheit ein Grundrecht mit hohem Wert dar, das Gem. Art. 4 GG “Sind die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheitdas religiösen Bekenntnisses unantastbar. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.” Der Einzelne hat das Recht sein gesamtes Verhalten an den Lehren seines Glaubens auszurichten und nach seiner Überzeugung zu handeln. Genau da entstehen Konflikte im Verhältnis zum Handeln anderer Mitbürger, die anders denken, und zum Staat, wenn dieser andere Lebensregeln anordnet. Das gilt nicht nur für Islam, sondern auch für Christentum. Kennen sie das Kruzifix-Urteil??? Das BVerfG hat die Bayerische Schulordnung für nichtig und verfassungswidrig erklärt, wonach in jedem Klassenzimmer der Volksschulen ein Kreuz anzubringen war. Dieser Beschluss ist eine grundlegende Entscheidung zum Verhältnis von Religion und Staat in Deutschland.
    Und der Nachweis mit der Kopftuchpflicht ist keinesfalls möglich. Dafür sehen sie sich bitte den Fall Ludin an. Das Kopftuch wird nicht von allen als religiöses Symbol anerkannt. Vielmehr wird behauptet, es handele sich um ein Symbol der Unterdrückung der Frau. Eine Lehrerin mit Kopftuch schränkt darüber hinaus die religiöse Freiheit der Schüler ein. Ausserdem ist das Kopftuch nicht nur ein religiöses, sondern auch ein politisches Symbol. Des weiteren erklärte die Frau Ludin erstmals selbst, dass das Kopftuch nicht ein Zeichen ihres Glaubebs, sonder Merkmal ihrer Persönlichkeit ist. Nach der anwaltlichen Beratung erklärte sie etwas anderes:”Das Tragen des Kopftuchs ist nicht ein Merkmal ihrer Persönlichkeit, sondern ein Ausdruck der religiösen Überzeugung”. Also, ist die Überzeugung denn eine wirkliche Überzeugung? Oder resultiert diese Überzeugung veilmehr aus der Erziehung? Ich empfehle dazu das Buch von Samuel P. Huntington “Kampf der Kulturen” mal durchzulesen.
    @Sahira: ist sehr naiv zu behaupten man solle jeden machen lassen was er will. Aber dann brauchen wir ja keinen Staat, keine Gesetze und keine Rechtsprechung. Dann ist nämlich alles Friede, Freude, Eierkuchen.

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