Informationen und Anmerkungen


EU-Dienstleistungsrichtlinie und das Bildungswesen - Update 4

Nachdem an dieser Stelle bereits mehrfach über die zu erwartenden Auswirkungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie auf das Bildungswesen berichtet wurde und ein kleiner Text dazu hier erschienen ist, nur ein Hinweis auf ein neues Gutachten von Barbara Dickhaus und Christoph Scherrer, die darin auch auf die GATS-Beratungen eingehen.

Interessant dabei sind vor allem die kurzen Hinweise auf die Folgen der Einführung von Studiengebühren. Wenn damit neue Angebote geschaffen werden (etwa Tutorenmodelle), so kann dies durchaus als neue Form der Bildungsdienstleistung gewertet werden, die dann auch für ausländische Anbieter geöffnet werden müsste, da diese Angebote nicht mehr überwiegend durch die öffentliche Hand finanziert werden.

Ob eine solche Aufspaltung der Hochschulangebote möglich oder gar geboten ist, muss allerdings noch geklärt werden. Würde man diesen Schritt gehen, dann wäre allerdings der zweite Schritt nur konsequent: Da die Studiengebühren einen relativ grossen Anteil der Aufwendungen für die Lehre abdecken, müsste man insgesamt darüber nachdenken, ob die Hochschulen nicht dem internationalen Wettbewerb geöffnet werden müssten.

Hauptsache, keiner sagt nachher, dass er diese Auswirkungen einer Liberalisierung des Dienstleistungsverkehrs nicht habe ahnen können…


Dieser Eintrag wurde am Montag, den 30. Oktober 2006 um 9:00 Uhr erstellt und ist in der Kategorie Bildungsrecht zu finden. Sie koennen die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie koennen einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


Einen Kommentar schreiben:


Die Seiten von staatsrecht.info wurden seit dem 24.04.2001 von mindestens   Personen besucht. 


Kontakt - Impressum - ISSN 1862-3204

 Valid RSS!   Creative Commons License