Informationen und Anmerkungen


Lauterbach will Bildungswesen umkrempeln

Die Nachricht ist ja nicht ganz neu - für mich war sie es nach der Rückkehr aus dem Urlaub aber schon: Regierungsberater Karl Lauterbach will das deutsche Bildungswesen umkrempeln und neben der “Bürgerversicherung” auch eine “Bürgerschule”.

Konkret geht es um die Einführung einer verpflichtenden und gebührenfreie n Ganztags-Vorschule für Drei- bis Sechsjährige sowie um die Abschaffung des gegliederten Schulsystems. An die Stelle der bisherigen Schulformen soll eine ganztägige Gemeinschaftsschule treten, die Kinder individuell und begabungsgerecht fördert.

Nach Rechnung Lauterbachs wären bundesweit jährlich 20 Milliarden Euro
zusätzlich nötig, um die Reform zu finanzieren. Das Geld könne durch Kürzungen etwa bei der Eigenheimzulage und bei den Steinkohle-Subventionen aufgebracht werden.

Nun kann man über solche Vorschläge sicher reden - tatsächlich tut man das ja auch schon lange, weil sie nicht wirklich neu sind. Allerdings frage ich mich schon, was die SPD dazu treibt, einen Gesundheitsökonomen mit einem Gutachten über die Reform des Bildungswesens zu beauftragen…

Nachtrag (1.6.05): Scheinbar hat Karl Lauterbach seine Vorschläge doch nicht im Auftrag der SPD ausgearbeitet, sondern aus eigener Initiative. Ob es die SPD wagen wird, sich diesen Vorschlag zu eigen zu machen, kann jedoch bezweifelt werden…


Dieser Eintrag wurde am Dienstag, den 31. Mai 2005 um 8:09 Uhr erstellt und ist in der Kategorie Bildungsrecht zu finden. Sie koennen die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie koennen einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


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