Informationen und Anmerkungen


Elite-Förderung steht, aber was ist mit der Lehre?

Es hat sich ja schon herumgesprochen, dass sich Bund und Länder doch noch auf ein Konzept für die so genannte “Eliteförderung” der Hochschulen geeinigt haben. Dies war möglich, nach dem der Bund auf jeglichen Einfluss auf die Verteilung der Mittel verzichtet hat. Damit konnten dann sogar die Bedenken Hessens ausgeräumt werden.

So sinnvoll und notwendig die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern, der Ausbau und die Vernetzung der Foschungsaktivitäten und die besondere Förderung von Spitzenleistungen in der universiären Forschung ist, stellt sich doch die Frage, was mit der Lehre passieren wird. Hier haben sich die Verhältnisse in den letzten Jahren schon deshalb immer weiter verschlechtert, weil immer weniger Hochschullehrer immer mehr Studierende zu betreuen haben. Betrachtet man sich nun die Reformen der letzten Jahre (Professorenbesoldung, Einführung der Junior-Professur, Eliteförderung), dann kommt man aber zu dem Eindruck, dass sich hier offenbar nichts ändern soll: Spitzenleistungen in der Lehre - sofern sie denn unter diesen Bedingungen überhaupt möglich sind - werden kaum honoriert.

Dabei wäre genau hier der Handlungsbedarf am grössten. Denn es ist zwar bedauerlich, wenn deutsche Nachwuchswissenschaftler ihr Glück im Ausland suchen, weil die Forschungsbedingungen in Deutschland zu schlecht sind. Aber noch bedauerlicher wäre es doch, wenn in Deutschland gar keine Nachwuchswissenschaftler mehr herangebildet werden, die überhaupt eine Chance hätten, an ausländischen Spitzenforschungseinrichtungen akzeptiert zu werden.

Aber wem sage ich das…?


Dieser Eintrag wurde am Freitag, den 24. Juni 2005 um 7:47 Uhr erstellt und ist in der Kategorie Bildungsrecht, Staatsrecht zu finden. Sie koennen die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie koennen einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


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